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Julio Monzón

Julio by ST.jpgJulio Monzón entdeckte seine Faszination für sechsbeinige Tiere während seines Bachelorstudiums (BSc Waldwirtschaft und Umwelt, Freiburg). So beschloss er, sich in seiner Masterarbeit (MSc Ökologie und Evolution, Frankfurt) und seinem PhD-Projekt mit den farbenfrohen und vielfältigen Bärenspinnern (Lepidoptera: Erebidae: Arctiinae) zu befassen.

Seine Studien konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:

1. Evaluierung der bislang üblichen Methoden zur Diversitätsbestimmung bei tropischen Bärenspinnern: Zum einem in der Feldarbeit, z.B. den Anziehungsmethoden, Fallentypen, Stichprobendesign, etc. Zum anderen in der Datenanalyse bezüglich Diversitäts­indices, ‑schätzern und parametrischer Statistik.

2. Anwendungsorientierte Entwicklung von Methoden für die umfangreichere Erfassung der Diversität von Bärenspinnern, heute meistens wegen der alleinigen Verwendung von Licht als Anziehungsmethode unterschätzt. Der innovative Einsatz von Ködern mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA) ermöglicht es nicht nur, mehr (teilweise seltene, sogar neue) Arten zu erfassen, sondern auch einen detaillierteren Einblick in die Artengemeinschaften von Bärenspinnern zu gewinnen. PA-Pharmakophagie ist bei Bärenspinnern (und anderen Insektentaxa) als das Suchen, Aufnehmen und Sequestrieren von sekundären Pflanzenstoffen unabhängig vom Nahrungserwerb zur Steigung der biologischen Fitness bekannt.

3. Weitere Aspekte rund um die Bärenspinner: ungeklärte Taxonomie, außergewöhnliche Wechselbeziehungen (z.B. Parasitismus bei adulten Bärenspinnern) u.a.

Julio Monzón wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durch ein Promotionsstipendium gefördert. Die experimentellen Untersuchungen werden in der biologischen (Regenwald-) Station Panguana in seinem Heimatland Peru durchgeführt. Seine Dissertation wird vom Prof. i.R. Dr. Michael Boppré und Prof. Dr. Carsten Dormann betreut.